Mangelernährung ist in der Pflege alltäglich – und oft unsichtbar.
Gerade ältere oder pflegebedürftige Menschen sind besonders gefährdet. Sie essen zu wenig, zu einseitig oder meiden bestimmte Lebensmittel. Die Folgen sind dramatisch: Schwäche, Infektanfälligkeit, Stürze, verzögerte Wundheilung – oder sogar Krankenhausaufenthalte.
Warum entsteht Mangelernährung?
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Appetitlosigkeit: Oft durch Medikamente, Schmerzen oder Einsamkeit bedingt.
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Kau- oder Schluckbeschwerden: Führen dazu, dass Mahlzeiten gemieden werden.
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Vergesslichkeit oder Depression: Viele vergessen schlicht zu essen – oder verlieren die Freude daran.
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Unangepasste Kostformen: Wenn z. B. pürierte Kost angeboten wird, die unappetitlich aussieht, wird sie oft stehen gelassen.
Was Pflegekräfte tun können
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Gewichtsverlauf beobachten: Regelmäßiges Wiegen zeigt frühzeitig Veränderungen.
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Essverhalten dokumentieren: Wer viel übrig lässt, hat möglicherweise ein Problem.
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Kleine, nährstoffreiche Portionen anbieten: Lieber öfter kleine Mahlzeiten, z. B. mit Nussmus, Avocado, Hirse, Linsen oder Trockenfrüchten.
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Essen wieder erlebbar machen: Schön angerichtete Teller, gemeinsames Essen oder bekannte Lieblingsgerichte wirken Wunder.
Mangelernährung ist kein Schicksal
Mit Aufmerksamkeit, Wissen und kleinen Maßnahmen können Pflegekräfte und Angehörige viel bewirken. Essen ist ein Stück Lebensqualität – gerade im Alter. Und jede Mahlzeit ist eine neue Chance, Kraft zu geben.
